Johnny Răducanu, mit bürgerlichem Namen Răducan Crețu, war Kontrabassist, Pianist, Komponist und Bandleader. Als „Mr. Jazz of Romania“ bezeichnet, stammte er aus einer Roma-Musikerfamilie mit einer über dreihundertjährigen Tradition.
Quelle: Wikimedia Commons
Stationen seines Lebens
- 1. Dezember 1931 – geboren in Brăila, in einer Roma-Lăutari-Familie, deren musikalische Tradition bis zum Lăutar Petrea „Crețul“ Șolcan zurückreicht.
- Mit 19 Jahren fällt er bereits als talentierter Jazz-Kontrabassist auf.
- Er studiert Musik in Iași und Cluj, dann am Konservatorium „Ciprian Porumbescu“ in Bukarest in der Kontrabassklasse (1953–1956).
- 1966–1967 – erscheinen seine ersten Platten bei Electrecord: Jazz în trio und Jazz în țara mea.
- 1971 – wird Mitglied des Verbands der Komponisten und Musikwissenschaftler Rumäniens.
- 1976 – erhält das „Diploma de merit“ des Kulturministeriums der Vereinigten Staaten.
- 1987 – wird zum Ehrenmitglied der „Louis Armstrong Academy“ in New Orleans ernannt.
- Er bildet Generationen junger Musiker aus und bleibt bis zum Lebensende ein aktiver Mentor.
- 19. September 2011 – stirbt in Bukarest.
Diskografie (Auswahl)
Jazz în trio (1966), Jazz în țara mea (1967), Confesiuni I–III (1979–1986), Jazz Made in Romania (1987), Jazz Behind the Carpathians (1999), Jazz antifanariot (2002), Chamber Jazz Music (2008), Inside Stories – Jazz Poems (2009).
Autobiografie: Singurătatea, meseria mea (2002), Țara lui Johnny (2005).
Vermächtnis
Johnny Răducanu gilt als Vater des modernen rumänischen Jazz. Seit 2013 findet in seiner Geburtsstadt Brăila jährlich das Internationale Jazzfestival „Johnny Răducanu“ statt.
Quellen
- Johnny Răducanu – Wikipedia (ro)
- Johnny Răducanu – Wikipedia (en)
- Bild: Wikimedia Commons (CC BY-SA 2.0, Autor: Eyebrowed)